Ankommen im Alltag, aber irgendwie anders

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3–5 Minuten

Es ist verrückt, das zu sagen, aber wir sind jetzt schon seit über einem Jahr wieder zurück in Deutschland. Ein Jahr, in dem wir wieder im Alltag angekommen sind mit Arbeit, Terminen und all den Dingen, die eben dazugehören.

Und trotzdem fühlt sich vieles anders an als früher.

Unsere Reise hat uns verändert. Mehr, als wir vielleicht damals gedacht hätten. Unsere Sicht aufs Leben, auf Zeit, auf das, was uns wichtig ist. Und genau deshalb merken wir im Alltag immer wieder, dass uns manche Sachen schwerer fallen. Dass wir uns ab und zu ein bisschen „fehl am Platz“ fühlen oder gewisse Dinge nicht nachvollziehen können.

Unsere kleinen Fluchten aus dem Alltag

Wir erwischen uns oft dabei, wie wir wieder intensiv Reiseblogs lesen, Videos schauen und uns zurück träumen. Wie wir uns fragen, wann und wie die nächste große Reise kommen kann. Und gleichzeitig wissen wir: Gerade ist dafür einfach nicht die richtige Phase.

Aber wir haben etwas anderes für uns entdeckt. Die kleinen Auszeiten.

Im ersten Vierteljahr dieses Jahres haben wir angefangen, viel spontaner zu sein. Haben Überstunden abgebaut, kurzfristig Sachen gepackt und sind einfach los. Ohne großen Plan, ohne große Erwartungen, aber genau das hat es irgendwie perfekt gemacht. Denn wir haben gemerkt, wie gut uns das tut.

Wie sehr uns schon zwei Tage rausbringen können. Raus aus dem Alltag, rein in dieses Gefühl von Freiheit, das wir häufig vermissen.

See-Momente: Fischbrötchen & Meeresluft

Deutschland hat so viel zu bieten und wir haben noch nicht ansatzweise alles gesehen. Wir waren an der Ostsee unterwegs, sind durch Lübeck geschlendert und haben in Wismar frische Fischbrötchen gegessen.

Dieses einfache Dastehen am Wasser, mit Möwen um uns herum und salziger Luft in der Nase hat sich fast ein bisschen wie Urlaub „früher“ angefühlt.

Leckere Fischbrötchen gab es im Übrigen auch bei unserem Kurztrip an die Nordsee. Dort sind wir sowieso schon immer gerne und viel unterwegs gewesen, an ganz verschiedenen Orten. Dieses Mal hat es uns nach Burhave (Butjadingen) gezogen.

Wandern im Sauerland: eine neue Region entdecken

Ein anderes Mal hat es uns ins Sauerland verschlagen. Melina war früher tatsächlich schon einmal mit ihrer Familie dort im Urlaub. Trotzdem war uns gar nicht richtig bewusst, wie nah diese Region eigentlich an unserem Zuhause liegt und wie viel sie zu bieten hat.

Ein Kurztrip-Angebot hat uns schließlich wieder auf das Sauerland aufmerksam gemacht, und so haben wir kurzerhand den Rucksack gepackt. Dieses Mal stand vor allem Wandern auf dem Programm. Das haben wir bislang oft im Harz gemacht, doch dieses Jahr war eine andere Ecke dran.

Neben den Touren durch die Natur haben wir auch nette Altstädte entdeckt und den Möhnesee besucht, der eine ziemlich beeindruckende Staumauer hat.

Reisen direkt vor der Tür

Und manchmal reicht es sogar, einfach vor die eigene Tür zu gehen. Ein neuer Spazierweg. Ein schönes Café. Zeit mit Menschen, die uns gut tun.

Diese kleinen Momente geben uns so viel zurück und lassen dieses Reisegefühl wieder aufleben, das wir so lieben.

Spontane Aktionen

Und dann sind da noch diese ganz spontanen Aktionen, die wir uns früher vielleicht nicht einfach so gegönnt hätten. Dinge, die schon lange auf unserer Liste standen, für die wir aber nie „den richtigen Moment“ gefunden haben. Dieses Jahr habe ich zum Beispiel einfach entschieden, morgens nach Köln zu fahren, um beim Karneval zu fotografieren – und abends ging es wieder zurück. Ein langer, ziemlich intensiver Tag, der organisatorisch vielleicht nicht ganz unkompliziert war, aber deshalb so besonders.

Es war anstrengend, klar, aber vor allem hat es einfach unglaublich viel Spaß gemacht. Genau solche spontanen Ideen zeigen uns immer wieder, wie gut es tut, einfach Dinge zu machen, die man schon lange mal erleben wollte, ohne sie ewig aufzuschieben.

Das Deutschlandticket als kleiner Reise-Gamechanger

Auch wenn wir oft über die Deutsche Bahn meckern, hat sie uns mit dem Deutschlandticket einen echten Gamechanger gebracht.

Was wir auch ehrlich sagen müssen: Ohne das Deutschlandticket hätten wir viele dieser Trips wahrscheinlich nicht gemacht.

Weil wir es sowieso für die Arbeit nutzen, ist es irgendwie ganz selbstverständlich geworden, auch einfach mal damit loszufahren. Klar, es dauert oft länger und man braucht ein bisschen Geduld. Und plötzlich wird schon der Weg Teil der Reise.

Wir entdecken Orte, die wir sonst nie auf dem Schirm gehabt hätten. Machen Tagesausflüge oder bleiben auch mal ein, zwei Nächte. Ganz unkompliziert, ohne großen Aufwand, aber mit genau dem Effekt, den wir gerade brauchen.

Vielleicht ist das im Moment einfach unsere Art zu reisen. Nicht die große Weltreise, aber ganz viele kleine.

Und keine Sorge – die Beiträge zu unserer großen Weltreise gehen natürlich weiter. Da wartet noch einiges darauf, erzählt zu werden. Aber das hier musste jetzt einfach auch mal gesagt werden. 😄


2 responses to “Ankommen im Alltag, aber irgendwie anders”

  1. Avatar von
    Anonym

    😊☺️👍

  2. Avatar von
    Anonym

    ☺️😊🙋

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