
Auf dennisgloth.com findest du meine Bildstrecken, Reiseberichte und praktische Produkte rund um Fotografie und Reisen. Schau dich um, lass dich inspirieren und entdecke, wie Bilder und Erfahrungen zusammenkommen.

Es ist verrückt, das zu sagen, aber wir sind jetzt schon seit über einem Jahr wieder zurück in Deutschland. Ein Jahr, in dem wir wieder im Alltag angekommen sind mit Arbeit, Terminen und all den Dingen, die eben dazugehören. Und trotzdem fühlt sich vieles anders an als früher.

Wir landen nachts in Valencia. Vom Airport bis zum Hostel sind es nochmal etwa 45 Minuten mit der U-Bahn. Unsere Unterkunft ist eine Art Gemeinschaftswohnung mitten im Zentrum. Gut gelegen, aber mit dem kleinen Haken, dass man jemanden braucht, der einen reinlässt. Blöd nur, wenn dieser Jemand nicht ans Handy geht.

Wir erreichen Tanger, die legendäre Hafenstadt im Norden Marokkos, von der aus es nur einen Katzensprung bis nach Europa ist. Wir checken bei Hind in ihre kleine, bescheidene Wohnung ein und werden direkt mit einer leckeren Tajine und vielen tollen Gesprächen begrüßt.

Fotografieren und anschließend gut essen ist eine Kombination, die ich selten hinterfrage. Im Winter schon gar nicht. Wenn am Ende Grünkohl auf dem Tisch steht, erst recht nicht. Das Fotokollektiv „Bremer Streetmusikanten“ hatte zu genau so einem Fotowalk durch Bremen eingeladen. Treffpunkt am Sielwall, danach gemeinsam essen.

Tétouan. Für uns eine Stadt, die definitiv unterschätzt wird. Sie liegt im Norden Marokkos, nahe des Mittelmeers, mit Bergen im Rücken und einer Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Spanische und arabische Einflüsse vermischen sich und es gibt eine tolle Medina mit weißen Fassaden, versteckten Gassen und ungewöhnlichen Begegnungen.

Der Schneesturm Elli brachte vor allem eines mit: Stillstand. Der komplette ÖPNV kam zum Erliegen, Busse und Bahnen standen, Züge fielen aus oder wurden zu einer sehr vagen Möglichkeit. Mein Plan, zum Fotografieren nach Bremen zu fahren, stand lange Zeit auf der Kippe.