Manchmal reicht ein Blick aus dem Fenster und man weiß: Heute wird’s ungemütlich. Genau so ein Tag war gestern. Trotz allem bin ich mit Felix noch einmal nach Hamburg gefahren, um die Vorweihnachtsstimmung auf den Straßen einzufangen.

Unser Epizentrum: die Mönckebergstraße. Rauf, runter, wieder rauf. Dazwischen Abstecher in Nebenstraßen, kleine Gassen, Ecken, in denen sich das Weihnachtslicht etwas schüchterner zeigt als im grellen Hauptprogramm.
Natürlich haben wir auch die Weihnachtsmarktbuden pflichtbewusst abgearbeitet. Fotografisch, versteht sich. Der Geruch von gebrannten Mandeln, Waffeln und Bratwurst legte sich wie ein schwerer Filter über die Stadt.


Wir waren insgesamt gut acht Stunden unterwegs, meist mit klammen Fingern, leicht glasigem Blick und dem festen Willen, noch dieses eine Bild mitzunehmen. Lichter und Menschen im Vorweihnachtsmodus, kleine Geschichten zwischen Glühweinstand und Kaufhausfassade. Hamburg kann Weihnachten – und zwar roh, hektisch und ehrlich.






Am Ende waren wir müde, durchgefroren und sehr zufrieden. Die Speicherkarte voll, die Ausbeute mindestens vorzeigbar.







Fazit: Vorweihnachtsstimmung gibt es nicht umsonst. Man bezahlt sie mit Zeit, Gefühl in den Fingern und stundenlangem Ausharren in der Kälte.


In diesem Sinne wünsche ich dir ein Frohes Fest und ein paar schöne Feiertage.
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