Meet and Street 2024 – Klassentreffen der Street-Photography-Community

Posted by

·

, , , ,

·

Lesedauer

4–6 Minuten

Zum 4. Mal traf sich die deutschsprachige Street Photography Community zum alljährlichen Meet and Street. Der Einladung des Hamburg Street Collective in die lebendige und kulturreiche Hansestadt folgten über 300 Fotografen. Unter anderem kamen die Teilnehmer aus Deutschland, Spanien, Norwegen und den Niederlanden. Dementsprechend groß wurde das Event durch die Hamburger mit Hilfe der Norwegischen Seemannskirche aufgezogen. 

Auftakt in Wilhelmsburg

Bereits am Freitag pilgerten dutzende Streetfotografen aus allen Teilen der Bundesrepublik und darüber hinaus nach Hamburg, um an verschiedenen Photowalks, organisiert durch Britta Kohl-Boas und Oliver Jockers, teilzunehmen. Treffpunkt war die Haltestelle Landungsbrücken, die sich relativ schnell mit Fotografen aus allen Ecken der Republik füllte.

Felix (Busse) und ich schlossen uns der Gruppe von Oliver Jockers an und lernten so den Stadtteil Wilhelmsburg kennen, den wir bisher auf unseren Hamburg-Trips noch nicht besucht hatten. Ähnlich einer Stadtführung führte uns Olli durch die Viertel, immer gut garniert mit interessanten Hintergrundinformationen zu den Straßen und Gebäuden.

Mit der Fähre ging es rüber nach Wilhelmsburg.
Kleine Verschnaufpause während des Walks.

Treffpunkt nach den Walks war für alle Gruppen die urige Kneipe „Deichdiele“. Ein kühles Bier, ein Fischbrötchen, eine Street Photo Ausstellung in der Kneipe, chillige Beats und Gespräche mit anderen Fotografen waren der perfekte Rahmen, um den Tag ausklingen zu lassen. Um die Druckkosten zumindest ein bisschen kompensieren zu können, gingen die Veranstalter mit einer Spendendose herum. Alles was darüber hinaus eingenommen wurde, kam dem Wohnprojekt für obdachlose Frauen in Wilhelmsburg zugute.

Ordentlich was los vor der Deichdiele.

Aufgrund der hohen Kosten für Übernachtungen entschied ich mich, zwischen Hamburg und Bremen zu pendeln und so musste ich mich schon relativ früh auf den Heimweg machen, damit ich zumindest ein bisschen Schlaf bekomme. Insgesamt war der Tag ein wirklich gutes Warm up für das Wochenende.

Meet & Street 2024

Pünktlich um sieben Uhr klingelte der Wecker. Wach werden, anziehen, noch schnell einen Kaffee und ein kleines Frühstück und schon saß ich wieder im Zug nach Hamburg. Nach einer entspannten Anreise erreichte ich um kurz nach zehn die Michelwiese, auf der es bereits von Fotografen nur so wimmelte. Zügig das „Festival Bändchen“ und einen „Teilnehmer Pass“ mit allen wichtigen Informationen auf der Rückseite abholen und ich war startklar.

Bereits ordentlicher Andrang am Pavillon.

Photo-Walk durchs Schanzenviertel

In unterschiedlichen Walks konnten die Teilnehmer des Treffens die vielfältigen Facetten der Viertel und die pulsierenden Straßen der Stadt kennenlernen. Obwohl ich die Sternschanze schon öfter besucht hatte, entschieden Felix und ich uns wieder für das hippe Viertel.

Nach ein paar Stationen mit der U3 erreichten wir die Haltestelle am Schanzenflohmarkt, der fotografisch immer etwas Interessantes zu bieten hat. Nachdem wir die Stände mehrmals auf und ab streiften, hatte ich ein paar gute Bilder im Kasten.  Bei all den interessanten Szenen musste man aufpassen, die Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren.

Weiter ging es in das Schanzenviertel. Nachdem wir einige Straßenzüge rauf und runter liefen, wurde es langsam Zeit für eine kleine Stärkung in Form von Currywurst und Pommes.

Anschließend ging es gut gesättigt wieder in Richtung Flohmarkt und weiter in das historische Gängeviertel, wo der Walk offiziell zu Ende ging. So konnte jeder für sich langsam wieder zur Michelwiese und zur angrenzenden Seemannskirche ziehen, wo das nächste Highlight des Tages steigen sollte.

Auf dem Rückweg zur Michelwiese legten wir noch einen kleinen Stopp auf der Jan-Fedder-Promenade ein…
…wo es inzwischen ziemlich stürmisch zuging.

Open Gallery für wohltätige Zwecke

Ein besonderes Highlight des Meet & Street bildet jedes Jahr die Open Gallery, die eine Auswahl der besten Werke der Teilnehmer zeigte. Die Ausstellung zog nicht nur die Teilnehmer des Treffens an, sondern auch viele Hamburger und Touristen, die sich für die Bilder interessierten. Das Besondere daran ist, dass die Fotos gegen eine kleine, freiwillige Spende für das Hamburger Straßenmagazin Hinz und Kunzt mitgenommen werden konnten. Wie immer ganz nach dem Motto – von der Straße, für die Straße.

Besonders freute ich mich, als eines meiner Bilder eine neue Besitzerin fand und sie eine großzügige Spende für Hinz und Kuntz dort gelassen hat.

Nach so viel Kunst knurrte schon wieder der Magen. Von veganen Speisen, über Bratwurst bis hin zum Elchburger und Fischbrötchen wurde hier alles geboten, sodass es kein Problem war, seinen Hunger zu stillen. Bei kalten Getränken und heißen Speisen entstanden viele interessante Gespräche mit Leuten, die ich bisher nur von Instagram oder WhatsApp kannte. Immer wieder ein tolles Erlebnis, diese Menschen dann persönlich kennenzulernen. Inzwischen war auch Philipp (Meiners) eingetroffen und so konnten wir noch ein paar Worte wechseln, bevor die Tombola beginnen sollte.

Hier komme ich auch zum einzigen Kritikpunkt des Tages. Erst einmal war die Tombola eine schöne Idee und es war Wahnsinn, was für tolle Preise zusammengetragen wurden. Doch anstatt, wie angekündigt, nur rund 10 Preise live vor dem Publikum auszulosen, wurde jedes Bild, jedes Zine einzeln ausgelost und so zog sich die Tombola locker über eineinhalb Stunden, was leider ein bisschen die Stimmung „crashte“, da sich die Anwesenden nicht mehr unterhielten, sondern versuchten, der Verlosung zu folgen.

Da ich wieder mit dem Zug nach Bremen musste und noch gut 2 Stunden Rückweg vor mir hatte, hieß es direkt nach der Tombola Abschied nehmen. Nach den 2 Tagen des Pendelns und Walkens war ich zugegebenermaßen auch ziemlich platt.

Fazit – Ein Wochenende der Superlative

Das Meet & Street 2024 in Hamburg war nicht nur eine Gelegenheit zum Austauschen, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Freundschaften weiter zu vertiefen und ich bin froh, Teil einer so leidenschaftlichen Gemeinschaft zu sein.

Insgesamt war das diesjährige Street-Fotografie-Treffen in Hamburg ein großer Erfolg und hat die Messlatte für zukünftige Veranstaltungen hoch gelegt, auch wenn das nicht das Ziel der Veranstalter war. Die Vorfreude auf das nächste Meet & Street ist bereits groß und ich freue mich schon jetzt auf Dresden 2025.


Weitere Beiträge zum Meet & Street 2024:


4 responses to “Meet and Street 2024 – Klassentreffen der Street-Photography-Community”

    1. Avatar von Dennis Gloth

      Danke fürs teilen und viele Grüße nach Nürnberg. 🙂

  1. Avatar von
    Anonym

    Eine super Zusammenfassung lieber Dennis, alle Ereignisse rund um das Meet&Street würdig von Dir beschrieben und ausgeleuchtet .
    Das mit der Tombla da schliesse ich mich Deiner Meinung an es war etwas zäh und hat die Kommunikation tatsächlich etwas ausgebremst.
    Grüße Inez

    1. Avatar von Dennis Gloth

      Vielen Dank für dein Feedback. Freut mich, dass der Artikel dir gefallen hat. Vielleicht kann man das mit der Tombola beim nächsten Mal, sofern es denn eine geben wird, etwas anders lösen.

      Liebe Grüße

      Dennis

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.