Reisefotografie: Ein Genre mit vielen Facetten

Meine Webseite sollte sich ursprünglich nur mit der Street Photography befassen. Diese ist sozusagen mein Steckenpferd. Auf unseren Reisen habe ich aber natürlich auch schon immer die Kamera dabei gehabt und dementsprechend auch auf den Trips fotografiert. Anfangs waren es, wie vermutlich bei den meisten Reisenden, die Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt auf dem Sensor bannen wollte. So geht es mir zwar auch heute noch, trotzdem hat sich mein Fokus mit der Zeit gewandelt.

Wie viele andere auch haben wir in der Vergangenheit hauptsächlich Pauschalurlaube gemacht. Zur reinen Erholung ist das natürlich auch die angenehmste Art des Reisens. Man bucht den Flug, das Hotel und am besten noch All Inclusive in einem Schritt. Hat man noch einen Transfer vom Zielflughafen zur Unterkunft, braucht man sich um nichts mehr zu kümmern. Zum entspannen gibt es nichts besseres.

Auf unseren letzten Trips sind wir aber immer mehr auf den Geschmack des Individualreisens gekommen. Das ist im Gegensatz zum Pauschalurlaub allerdings um einiges Risikobehafteter. Alle Transporte und Unterkünfte müssen selbst geplant und gebucht werden. Geht davon etwas schief, bleibt man mit Pech auf den Kosten sitzen. Trotzdem reizt uns das inzwischen sehr viel mehr, als der ganz normale Urlaub.

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema, der Fotografie. Durch das individuelle Reisen haben wir natürlich ganz andere Möglichkeiten, Land und Leute kennenzulernen. Anstatt in einem Touristen-Hotspot zu sitzen, wohnen wir beispielsweise in einem Hostel oder Gasthaus in einem Dorf oder in einer kleinen Stadt. Anstelle sich ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit anderen Hotelgästen zu teilen gehen wir auf den nächsten Markt oder in den Supermarkt und holen uns dort unsere Verpflegung.

So kommen wir automatisch mit den Einheimischen und der Umgebung in Kontakt und genau das spiegelt sich dann oft auch in den Fotos wieder. Denn in jedem Ort finden sich interessante Motive von Menschen, Gebäuden und Landschaften. Diese Bilder sind in meinen Augen viel interessanter als das hundertste Foto vom Eiffelturm oder der Freiheitsstatue.

Klar, würde ich die Bilder auch machen, wenn ich dort vor Ort bin, aber die eigentliche Herausforderung besteht für mich darin, das alltägliche Leben der Menschen und deren Umgebung festzuhalten. Das hat dann teilweise eher einen dokumentarischen Touch, aber das sind tatsächlich meistens auch die Fotos, die Freunde und Familie besonders bestaunen. Und ich selbst knüpfe auch viel mehr Erinnerungen an diese Momente, als an ein Foto, dass ich überall als Poster bestellen könnte.

Ich weiß, ich habe in diesem Artikel vielleicht etwas weit ausgeholt, aber das ist es, was die Reisefotografie für mich so spannend macht. Vielleicht geht es dir ja genauso. Lasse es mich gerne wissen.

Veröffentlicht von Dennis Gloth

Street Fotograf und Reiseblogger aus Leidenschaft.

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